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Presse-Grosso
Das Presse-Grosso ist eine ökonomisch und medienpolitisch besonders wichtige Wirtschaftsstufe zwischen Verlagen  und Einzelhandel. Es unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom herkömmlichen Großhandel. Durch die regionale Alleinstellung ist die Branche seitens des Gesetzgebers mit besonderen Pflichten und Rechten versehen.

Diskriminierungsverbot und Kontrahierungszwang machen das Presse-Grosso zum Garanten für Pressevielfalt und Informationsfreiheit im Sinne von Art. 5 GG. Das Presse- Grosso bekennt sich zu seiner Verpflichtung, nicht nur jeder Zeitung und Zeitschrift ungehinderten Marktzutritt zu gewähren, sondern auch jeden Einzelhändler zu beliefern, der das möchte und die Voraussetzungen für ein nachfragegerechtes Sortiment schafft.

Zu den Besonderheiten der Branche gehören neben dem Alleinauslieferungsrecht das Dispositions- und das Remissionsrecht, sowie die Preisbindung.

Das Presse-Grosso hat auf die Preisgestaltung keinen Einfluss. Es gilt die Preisbindung der zweiten Hand, das heißt, dass die Preise der Handelsstufen vom Verlag festgelegt sind. In ganz Deutschland werden die Presse-Erzeugnisse daher zum selben Preis verkauft.
Hinzu kommt in der Regel noch ein einheitlicher, ebenfalls vom Verlag vorgegebener Erstverkaufstag, der bewirkt, dass bundesweit ein Pressetitel am selben Tag ins Angebot des Einzelhandels kommt.
 
Aufgrund der großen Sortimentsvielfalt von rund 4.500 verschiedenen Presseprodukten, die über das Grosso vertrieben werden, hat der Einzelhändler nicht die nötige Tranparenz über die Erscheinung von bestehenden und neu erschienenen Pressetiteln und er kennt nicht frühzeitig die aktuellen Inhalte.
Also ist es ihm nicht möglich, sein Sortiment und seine Angebotsmenge bedarfsgerecht zu disponieren. Deshalb erbringt der besser informierte Dienstleister Presse-Grosso diese Disposition für jede Ausgabe eines jeden Titels und jeden Einzelhändlers. Logischerweise kann dem Einzelhandel dann auch nicht das Risiko für unverkaufte Ware zugemutet werden. Er kann deshalb nicht verkaufte Exemplare gegen Erstattung des Einkaufspreises an den Presse-Grossisten zurückgeben. Dem Presse-Grosso steht das analoge Recht gegenüber den Verlagen zu.

 
Presse-Grosso
Garant für Pressefreiheit und Pressevielfalt
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Pressefreiheit
Der Staat schuf die Grundlage der Pressefreiheit in Artikel 5 des Grundgesetzes.
 
"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."
 
Mit dieser verfassungsmäßigen Etablierung der Pressefreiheit wird die Gleichschaltung der Presse und die Unterdrückung unbequemer Meinungen ausgeschlossen. Der verfassungsrechtliche Schutz der Presse reicht von der Beschaffung der Information bis zur Verbreitung der Nachricht und Meinung.
 
Das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaute Großhandelssystem für Zeitungen und Zeitschriften garantiert und fördert Pressefreiheit und Pressevielfalt.
Säulen
Der Pressegroßhandel zeichnet sich in der Ausübung seines aus Artikel 5 des Grundgesetzes abgeleiteten Auftrages, Pressefreiheit und Pressevielfalt zu gewährleisten, durch mehrere Charakteristika aus:

Alleinauslieferung
 
Die Verlage haben die Vertriebsrechte ihrer Objekte jeweils für ein bestimmtes, von ihnen festgelegtes Territorium in der Regel einem Grossounternehmen in Alleinauslieferung übertragen.

Neutralität
 
Das Presse-Grosso muß sowohl alle Verlage und Titel, als auch alle durch ihn belieferten Einzelhändler prinzipiell gleichbehandeln. Es stellt den freien Marktzutritt aller Anbieter sicher und sorgt für die Überallerhältlichkeit der Ware.

Remissionsrecht / Dispositionsrecht
 
Als primärer Träger des Absatzrisikos kommt den Verlagen dasoriginäre Dispositionsrecht zu. Mit der Übertragung der Vertriebsrechte auf den Grossisten entsteht für diesen ein abgeleitetes Dispositionsrecht gegenüber dem Einzelhandel.
Korrespondierend damit geht das Rückgaberecht unverkaufter Exemplare gegen Verlagsgutschrift zum Einkaufspreis für beide Handelsstufen einher. Es bewirkt eine ausreichende Bevorratung über verkaufssichere Mengen hinaus, so dass keine Unterversorgung der Bevölkerung mit Informationen entsteht.

Preisbindung
 
Die preisbindenden Verlage legen sowohl die Abgabepreise vom Groß- zum Einzelhandel fest, als auch die Endverkaufspreise zwischen Einzelhandel und Konsumenten. Die Preisbindung ist vor allem unter kultur- und informationspolitischen Aspekten bedeutsam. Presseprodukte sollen der Preisspekulation entzogen werden.

Gebiets- und Verwendungsbindung
 
Der Grossist darf nur innerhalb der ihm vom Verlag vorgegebenen Grenzen an Einzelhändler vertreiben. Diese wiederum sind ihrerseits gebietsbezogen tätig und müssen die bundesweit vorgegebenen Erstverkaufstage der Presseerzeugnisse gegenüber den Endverbrauchern einhalten und dürfen nur an Endverbraucher verkaufen (Einzelverkauf).